Es fand kürzlich ein spannender Workshop für euch mit Dunja und Eckard zum Thema Sozialraumorientierung in der Altenpflege im Rahmen unseres Projekts rückenwind³ „Selbst-bewusst für eine neue Kultur in der Pflege“ statt.
Der Tag startete mit einer herzlichen Begrüßung und einem Check-in, bei dem sich alle Teilnehmenden kurz vorstellten und ihre Erwartungen an den Workshop teilten.
Zuerst wurde die Fragestellung“ Was ist ein Sozialraum?“ besprochen.
Ein Sozialraum ist die Umgebung, in der ein Mensch lebt. Gemeint sind hier alle Einrichtungen, Vereine, Geschäfte, Institutionen und auch z.B. Nachbarn in der unmittelbaren Umgebung. In einer Übungsaufgabe haben die Teilnehmenden ihren eigenen privaten Sozialraum analysiert und in Gruppenarbeit besprochen, was ihnen in ihrem Sozialraum wichtig ist und warum sie sich dafür entschieden haben.
In der neuen Fragestellung: „was sind soziale Netzwerke und wozu benötigen wir sie?“ haben die Teilnehmenden ein Soziogramm für sich selbst ausgefüllt und besprachen anschließend die Ergebnisse.
Wir haben erläutert, was Sozialraumorientierung bedeutet und wie sie in den Leistungsvereinbarungen der teil- und vollstationären Pflege verankert ist.
Eine Übungsaufgabe bestand darin, nun ein Soziogramm für eine:n Betreute:n auszufüllen und zu analysieren.
Wir haben Kooperationsmöglichkeiten vor Ort identifiziert und überlegt, welche Institutionen einen Mehrwert bieten und welche Ressourcen vorhanden sind und genutzt werden können.
Durch welche Maßnahmen können andere erreicht und Kooperationen aufgebaut werden?
Hier berichten die Teilnehmenden von bereits bestehenden Kooperationen und Aktionen.
Die Nutzung von Förderungen, auch über die Förderstelle der Dachstiftung, wird Thematisiert.
Ein großes Thema war auch die Gewinnung von Freiwilligen. Die Freiwilligen werden immer älter, und junge Freiwillige kommen kaum nach. Wir haben Ideen gesammelt, wie wir attraktiver für Freiwillige werden können, z.B. durch externe Veranstaltungen oder gemeinsame Events auf unserem Gelände.
Hier können Barrieren abgebaut, sich angenähert und Beziehungen und Interesse aufgebaut werden.
Auch Werbematerial kann helfen, hierzu gab es einige Inspirationen zum mitnehmen.
Das Freiwilligen Management der Dachstiftung kann gerne angesprochen werden.
Eine spannende Übungsaufgabe war das Erkennen der Ressourcen bei unseren Bewohnenden. Die Herausforderung bestand darin, negativ besetzte Eigenschaften in positive Ressourcen umzuwandeln, die im Alltag unterstützend wirken. Dies ist auch auf Angehörige anwendbar, und kann ganz neue Ströme der Unterstützung aufzeigen.
Zum Abschluss haben wir den Tag reflektiert und ein Check-out durchgeführt, bei dem alle ihre Eindrücke und Erkenntnisse teilen konnten. Es war ein intensiver und bereichernder Tag, der uns viele neue Perspektiven und Ideen gebracht hat. Danke an alle, die dabei waren und so aktiv mitgewirkt haben!
